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Bei jedem ist etwas zu holen! Einbruch-Report 2017 vom GDV

Einbruch-Report 2017 des GDV

Wie sieht es aus rund um die Sicherheit in Deutschland? Der Einbruch-Report 2017 der deutschen Versicherungswirtschaft ( GDV ) liefert Antworten hierauf.

Den gesamten, umfangreichen Report können Sie sich auf unserer Webseite kostenfrei herunterladen.
Einen Download-Link finden sie unten nach dem Beitrag.

Keine Entwarnung trotz Rückgang der Einbruchszahlen

Zwar sind laut dem GDV die Einbruchszahlen im Jahr 2016 zurückgegangen – dies ist zunächst erfreulich – trotzdem besteht noch kein Grund zur Entwarnung, denn es werden immer noch mehr Einbrüche gezählt als noch vor fünf oder zehn Jahren.

Eklatente Lücken in der Ausstattung der Sicherheitstechnik

Duch eine aktuelle, repräsentative Forsa-Umfrage, die die deutschen Versicherer in Auftrag gegeben haben zeigt, dass es „eklatente Lücken in der Ausstattung der Sicherheitstechnik“ gibt. Das eigene Risiko, Opfer eines Einbruchs zu werden, wird – so der GDV – von vielen unterschätzt.
Einbrechern wird es in Deutschland immer noch zu einfach gemacht, was vor allem daran liegt, dass Fenster und Türen technisch nicht auf dem neusten Stand sind und somit keinen ausreichenden Schutz gegen Einbrecher bieten.

Auszüge der Einbruch-Bilanz 2016

Zahl der Einbrüche gesunken

Zum ersten Mal innerhalb von zehn Jahren ist die Zahl der Wohnungseinbrüche in Deutschland leicht gesunken. 140.000 versicherte Wohnungseinbrüche wurden den Hausratversicherern im Jahr 2016 gemeldet. Im Vergleich zu 2015 ist dies ein Rückgang um rund 10 Prozent. Insgesamt leisteten die Hausratversicherer für Schäden durch Einbruch 470 Millionen Euro an ihre Kunden.
Die Entwicklung ist erfreulich. Die Zahlen dürfen jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass immer noch häufiger eingebrochen wird als noch vor fünf oder zehn Jahren. Auch die Leistung der Versicherer liegt immer noch höher als vor 10 Jahren.

Im Durchschnitt kostet ein Einbruch 3.250 Euro

Diebe haben es auf technische Geräte, wie Handys oder Tablet- Computer, sowie auf Bargeld und Schmuck abgesehen. Technische Geräte sind deshalb so beliebt bei Dieben, da sie leicht zu transportiereren und zu verkaufen sind. Gleichzeitig haben sie noch einen hohen Wiederverkaufswert. Und in den meisten Haushalten werden Diebe auch fündig. Versichert ist der Einbruchdiebstahl in der Hausratversicherung. Im Jahr 2016 betrug der durchschnitt- liche Schaden eines Einbruchs 3.250 Euro und liegt damit 100 Euro unter dem des Vorjahres.

Zur Umfrage der GDV

Die Umfrage „Wohnsicherheit und Einbruchdiebstahl“ wurde im Auftrag des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) von der Forsa Politik- und Sozialforschung GmbH im März 2017 durchgeführt. Es wurden hierzu 1.002 Personen ab 18 Jahren per Zufallsverfahren gefragt, dabei gleichermaßen Vermieter, Eigentümer und Mieter.

Die zentralen Ergebnisse

1. Mehr Angst vor Einbrüchen

In der Bevölkerung ist die Angst vor einem Einbruch groß. Fast 80 Prozent meinen, dass das Risiko, generell Opfer eines Einbruches zu werden, in den letzten fünf Jahren gestiegen ist. Etwa jeder Dritte gibt an, persönlich große Angst vor einem Einbruch zu haben (35%), im Jahr 2005 waren es noch 28 Prozent.

2. Eigenes Einbruchsrisiko unterschätzt

Jeder Zehnte stuft seine eigene Wohnung aufgrund der Lage oder baulicher Gegebenheiten als besonders gefährdet ein. Jeder Dritte gibt an, dass in seiner Gegend in der letzten Zeit schon einmal eingebrochen wurde. Das eigene Risiko, selbst Opfer eines Einbruchs zu werden, wird jedoch häufig unterschätzt. Diejenigen, die ein Haus bewohnen (54 %), vertrauen beim Einbruchschutz doppelt so häufig auf ihre beschauliche und ruhige Wohnlage mit aufmerksamen Nachbarn als diejenigen, die in einer Wohnung wohnen (27 %).

3. Entscheidende Sicherung vernachlässigt

Beim zusätzlichen Schutz gegen Einbrecher vertrauen die meisten auf Rollläden an den Fenstern (56 %) und Bewegungsmelder im Außenbereich (46 %). Mechanische Sicherung wird hingegen vernachlässigt: Abschließbare Fenstergriffe gehörten nur bei jedem Vierten zur Ausstattung, und nur bei jedem Fünften waren die Balkon- oder Terrassentür zusätzlich gesichert. Keine große Rolle beim Einbruchschutz spielen zurzeit Smarthome-Systeme.

4. Investition in Sicherheitstechnik wird vernachlässigt

Insgesamt fühlt sich nur etwa die Hälfte der Befragten (55 %) in den eigenen vier Wänden ausreichend gesi- chert. Das trifft auf 62% der Frauen und auf knapp die Hälfte der Männer zu (48 %).

Detailierte Ergebnisse und Diagramme finden Sie in dem Report.

Wer übernimmt die Kosten für den Einbruchschutz? Mieter oder Vermieter?

Thematisiert wird in dem Report auch die Frage, wer denn die Kosten für den Einbruchschutz übernimmt: Mieter oder Vermieter.

Hierzu schreibt der GDV, dass Vermieter grundsätzlich nicht dazu verpflichtet sind, die Einbruchsicherheit durch zusätzliche Maßnahmen zu erhöhen. Vermieter sind hingegen verpflichtet, verschließbare Eingangs- und Wohnungstüren einzubauen. Wenn die vorhandene Technik mangelhaft ist, kann der Mieter eine Nachbesserung verlangen.
Möchte er zusätzliche Einbruchssicherungen einbauen, muss er diese in der Regel selbst bezahlen, so der GDV.
Geraten wird, vor dem Einbau zusätzlicher Einbruchssicherungen rechtzeitig mit dem Vermieter zu sprechen sowie alle Vereinbarungen schriftlich festzuhalten. Da ein Einbruchschutz auch im Interesse des Vermieters ist, könnte er sich ja möglicherweise an den Kosten beteiligen.

 

Hier können Sie den Einbruch-Report 2017 mit freundlicher Genehmigung des GDV herunterladen