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Wenn Bei Ihnen Eingebrochen Wurde: Das Ist Wichtig

Wenn bei Ihnen eingebrochen wurde: Das ist wichtig

Wenn bei Ihnen eingebrochen wurde, sollten Sie zunächst unverzüglich die Polizei über die Notrufnummer 110 oder persönlich in der Polizeidienststelle in Ihrer Nähe informieren.

Es ist erforderlich, eine Strafanzeige zu erstatten. Diese Einbruchsanzeige sollte durch Polizeibeamte vor Ort aufgenommen werden, da in der Regel auch Spuren gesichert werden und Fotos vom Tatort angefertigt werden müssen.

Sie erhalten nach einer Anzeigenaufnahme eine Anzeigenbestätigung. Hierin ist eine Tagebuchnummer enthalten, die Sie u.a. auch für Ihre Versicherung benötigen.

Die Polizei Brandenburg rät Betroffenen, nach einem Einbruch an Folgendes zu denken:

  • Teilen Sie der Polizei mit, wenn Sie den Verdacht haben, dass sich noch fremde Personen in Ihrer Wohnung bzw. in Ihrem Haus befinden. Begeben Sie sich in diesem Fall an einen für Sie sicheren Ort, von dem aus Sie Ihre Wohnung/Ihr Haus beobachten können und warten Sie auf das Eintreffen der Polizei!
  • Bitte teilen Sie der Polizei diesen Ort und Ihre telefonische Erreichbarkeit mit!
  • Betreten Sie nach Möglichkeit nicht das Haus oder die Wohnung und vermeiden Sie es, Gegenstände zu berühren!
  • Versuchen Sie, die Polizei von Ihrem Mobiltelefon, einer Telefonzelle oder vom Telefon eines Nachbarn zu informieren!
  • Sollten Sie die Wohnung schon betreten haben, versuchen Sie sich zu merken, welchen Weg Sie genommen und welche Gegenstände Sie berührt haben!
  • Bringen Sie Ihren Personalausweis mit!
  • Überlegen Sie, wann Sie Ihre Wohnung, Ihr Haus oder Ihren Keller letztmalig unversehrt verlassen und wann Sie den Einbruch festgestellt haben!
  • Teilen Sie der Polizei mit, welche Gegenstände entwendet wurden und ob Ihnen im Vorfeld Unregelmäßigkeiten oder verdächtige Personen aufgefallen sind!

So geht es danach weiter:

Die Polizei prüft zunächst, ob Sofortmaßnahmen notwendig sind. In der Regel wird dies die Einleitung einer Fahndung sein.

Nachdem Sie eine Strafanzeige erstattet haben, gelangt diese an einen Sachbearbeiter der Kriminalpolizei, der sie bis zur Abgabe an die Staatsanwaltschaft bearbeitet.

Wenn Ihnen nachträglich noch wichtige Informationen einfallen, können Sie diese unter Angabe der Tagebuchnummer ergänzen. Auf diesem Wege erfahren Sie auch den Namen des zuständigen Sachbearbeiters.

Über den Ausgang des Verfahrens werden Sie durch die Staatsanwaltschaft schriftlich verständigt.

Es kann möglich sein, dass Sie duch die Polizei aufgefordert werden, Vergleichs-Fingerabdrücke abzugeben, um die Fingerabdrücke des Einbrechers zu unterscheiden.
Diese Vergleichs-Fingerabdrücke werden nach dem Abgleich vernichtet. Ihnen enstandene Kosten werden Ihnen erstattet.

So sichern Sie sich den Ersatz Ihrer Schäden

Möglicherweise erhalten Sie durch Ihre Hausrat- oder Gebäudeversicherung Ersatz für beschädigte oder entwendete Dinge.
Sie sollten daher umgegehend die Schadenabteilung Ihrer Versicherung verständigen.
Sollten Sie durch die Tat in eine materielle Notlage geraten sein, erhalten Sie in bestimmten Fällen auch von der Opferhilfeorganisation WEISSER RING finanzielle Unterstützung.

So können Sie Ihre EC oder Kredit-/Zahlungskarte sperren

Veranlassen können Sie dies zu jeder Tages- und Nachtzeit unter folgenden zentralen Rufnummern
(Quelle: Polizei-Beratung.de):

  • Zentraler Sperrnotruf: Telefon 116 116 (kostenfrei)
  • EC-Karten: Telefon 01805 021021 *
  • MasterCard (nur Deutschland): 0800 – 819 1040;
    international (R-Gespräch): +1 – 636 7227 111
  • VISA Card (nur Deutschland): 0800 – 811 8440;
    international (R-Gespräch): + 1 410 581 9994
  • American Express: Telefon: 069 97971000 **
  • Diners Club: +49 7531 – 3633 111 **

* Die Kosten betragen 14 Cent / Minute aus dem dt. Festnetz. Telefonate aus dem Mobilfunknetz können anbieterbedingt abweichen! Bei Gesprächen aus dem Ausland fallen zusätzliche Kosten an!

** Das Gespräch wird zu den Konditionen Ihres gewöhnlichen Ortstarifs abgerechnet. Telefonate aus dem Mobilfunknetz können anbieterbedingt abweichen! Bei Gesprächen aus dem Ausland fallen zusätzliche Kosten an!

Kundenservice vom Ausland aus: +49 und dann die jeweilige Nummer ohne die „0“ der Vorwahl.
Zur Sperrung von Euroscheck- bzw. Bankkontenkarten benötigen Sie Ihre Kontonummer. Kreditkarten können Sie am einfachsten durch Angabe der Kreditkartennummer sperren lassen. Steht Ihnen diese nicht zur Verfügung, reichen meist auch Ihr Name, Geburtsdatum und Ihre Adresse sowie der Name Ihrer Bank. Teilweise ist auch eine nur vorübergehende Sperrung möglich. Sind Sparbücher oder Anlagedokumente abhanden gekommen, so melden Sie dies bitte unverzüglich bei Ihrem Geldinstitut.

Wenn das Handy weg ist

Bitte lassen Sie Ihren Anschluss umgehend sperren, besonders dann, wenn Ihr Handy eingeschaltet war. Veranlassen Sie dies über die Hotline Ihres Anbieters. Halten Sie neben Ihrer Mobilfunk-Telefonnummer auch die Kartennummer sowie Ihr Kenn- bzw. Passwort bereit. Sie können Ihre Sperrung jedoch auch schriftlich veranlassen, z.B. per Fax.

Die Sperrnummern (Quelle Polizei-Beratung.de)

  • T-D1: Telefon 01803 302202 *
  • D2 Vodafone: Telefon 0800 172 1212 ***
  • E-Plus: Telefon 0177 1000 **
  • O2: Telefon 01805 624357 ****
  • Zentraler Sperrnotruf: Telefon 116 116 (kostenfrei)

* 9 Cent / Minute (inkl. Ust.) aus dem Festnetz der Deutschen Telekom, abweichende Preise für Anrufe aus dem Mobilfunknetz möglich. Bei Gesprächen aus dem Ausland fallen zusätzliche Kosten an!

** Bei Anruf aus demselben Handynetz: kostenfrei. Bei Gesprächen aus dem Ausland fallen Kosten an!

*** Gebührenfrei aus allen Netzen. Bei Gesprächen aus dem Ausland fallen Kosten an!

**** Die Kosten betragen 14 Cent / Minute aus dem dt. Festnetz. Telefonate aus dem Mobilfunknetz können anbieterbedingt abweichen! Bei Gesprächen aus dem Ausland fallen zusätzliche Kosten an!

Kundenservice vom Ausland aus: +49 und dann die jeweilige Nummer ohne die „0“ der Vorwahl

Wenn der Personalausweis weg ist

Wenn ein Personalausweis mit eingeschalteter Online-Ausweisfunktion gestohlen wurde oder abhanden gekommen ist, muss die Online-Ausweisfunktion so schnell wie möglich gesperrt werden.Das geht im Bürgeramt oder über den 24-Stunden-Sperrnotruf 0180-1-33 33 33

Sperrnotruf- rund um die Uhr erreichbar
0180-1-33 33 33

3,9 Cent / Minute aus dem dt. Festnetz
42 Cent /Minute aus dem Mobilfunknetz maximal
auch aus dem Ausland erreichbar

Zum Sperren der Online-Ausweisfunktion über den Sperrnotruf werden der Familienname, der erste Vorname, das Geburtsdatum und das Sperrkennwort telefonisch abgefragt. Diese Angaben sind im PIN-Brief notiert. Weitere Informationen sind unter www.personalausweisportal.de/verlustfall nachzulesen.

Bitte beachten Sie:
Der Ausweisinhaber ist zusätzlich verpflichtet, den Verlust seines Personalausweises, egal ob die Online-Ausweisfunktion eingeschaltet ist oder nicht, der zuständigen Personalausweisbehörde zu melden.

Sperren der Unterschriftsfunktion:
Für den Fall, dass der Personalausweis auch für die elektronische Signatur genutzt wurde, muss das Signaturzertifikat über den jeweiligen Anbieter gesondert gesperrt werden.

(Quelle: Polizei-Beratung.de)

Hier werden Ihre Interessen als Opfer vertreten

Manchmal ist es angebracht, sich durch einen Rechtsanwalt beraten zu lassen. Er vertritt Ihre Interessen vor Gericht. Bitte beachten Sie, dass in der Regel bereits das erste Beratungsgespräch kostenpflichtig ist. Sollten Sie rechtsschutzversichert sein, erkundigen Sie sich am besten bei Ihrer Versicherung nach einer Kostenübernahme. In finanziellen Notlagen haben Sie nach dem Beratungshilfegesetz Anspruch auf eine kostenlose anwaltschaftliche Beratung (Auskunft erteilt Ihr zuständiges Amtsgericht), unter bestimmten Voraussetzungen übernimmt auch der WEISSE RING die finanziellen Aufwendungen.

Ihr Anwalt hat das Recht, bei Ihrer Vernehmung durch das Gericht oder die Staatsanwaltschaft anwesend zu sein. Ebenso darf eine Vertrauensperson zugegen sein, wenn dadurch der Untersuchungszweck nicht gefährdet wird.

Die Betreuung von Opfern gehört zu den Aufgaben der polizeilichen Prävention bzw. jedes Polizeibeamten (Opferschutz). In einigen Bundesländern stehen Ihnen bei der Polizei so genannte Opferschutzbeauftragte zur Seite. Informationen über die Aufgaben und Möglichkeiten dieser polizeilichen Ratgeber erhalten Sie über die (Kriminal-)Polizeilichen Beratungsstellen.

Umgang mit der Angst – Das Erlebte besser bewältigen

Erfahrungen mit Opfern von Einbrüchen zeigen immer wieder, dass den Betroffenen neben dem materiellen Schaden vor allem Verunsicherung und Angst zu schaffen machen. Probleme, die sich manchmal ohne fremde Hilfe nicht mehr bewältigen lassen.

Gefühle der Verunsicherung („Ich habe Angst, allein in der Wohnung zu bleiben“) oder gar Selbstvorwürfe („Wie konnte ausgerechnet mir so etwas passieren?“) können die Lebensqualität der Betroffenen nachhaltig einschränken.

Scheuen Sie sich nicht, Personen zu Rate zu ziehen, denen Sie sich anvertrauen können und die Ihre Ängste verstehen.

Unterstützung bei der Verarbeitung des Erlebten leisten neben den Ihnen nahe stehenden Personen auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter qualifizierter Fachberatungsstellen oder sonstiger Hilfeeinrichtungen.

Ein erster Schritt kann ein Anruf beim gemeinnützigen Verein zur Unterstützung von Kriminalitätsopfern (WEISSER RING) oder einer anderen Hilfeeinrichtung in Ihrer Stadt sein. Bei der Auswahl einer geeigneten Anlaufstelle ist Ihnen die Polizei gerne behilflich.


Quellenangaben

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Die Quellen für diesen Beitrag sind
https://polizei.brandenburg.de/ und
http://www.polizei-beratung.de.